Gestern habe ich etwas über die Baster berichtet, heute sind die San an der Reihe. Sie stellen ebenfalls eine der vielen Ethnien Namibias dar, wobei die Buschmänner sicherlich zur ursprünglichen Bevölkerung gezählt werden dürfen. In unserer Zeit leben nur noch wenige San in halbnomadischer Form, doch halten sie ihre Traditionen und Bräuche in Ehren. Aus diesem Grund ist die Teilnahme an einem "Bushmen Walk" immer ein interessantes Erlebnis und der aufmerksame Zuhörer lehrnt die eine oder andere Jagdtechnik und das Spurenlesen im Busch kennen - zum Beispiel warum mit Wasser gefüllte Strausseneier im Sand vergraben werden. Die Buschmänner fallen nicht nur durch ihre äussere Erscheinung auf (Lendenschürzchen), sondern vor allem wegen ihrer Sprache. Die Sätze werden mit unterschiedlich klingenden Klicklauten gespickt. Wer das nachahmen möchte, macht sich allerhöchstens zum Affen. Ähnliche Sprachen (Khoisan) sprechen auch die Damara und die Nama.
Nach dem gemütlichen Marsch, ein paar Tassen Kaffee und einem Besuch im SPAR - ja, den gibts auch in Namibia - fuhren wir weiter gen Süden. Nichts als Busch- bzw. Grasland säumte die Strassen zu beiden Seiten, endlose Weiten taten sich auf. Viele Kilometer und Stunden später tauchten die ersten Köcherbäume am Horizont auf. Diese kurios aussehende Pflanze gehört zu den Aloen und wächst normalerweise alleine stehend. Wir erhielten die Gelegenheit einen ganzen Wald während dem Sonnenuntergang abzulichten.



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