Montag, 22. August 2016

Namibia Tage 11-13: Alte Kunst an der Zweifelsquelle

Der Weg Richtung Norden führt entlang der Skelettküste und vorbei am Brandbergmassiv. Oft hängt dichter Nebel am Ufer, welcher den Seefahrern seit Jahrhunderten die Navigation erschwert. Viele Schiffswracks säumen den Strand, doch die Skeleton Coast ist lang und man kann leider nur einen der zurückgelassenen Kähne auf der Strassse nach Henties Bay anschauen. Weiter nördlich gibt es noch mehr. 
Ansonsten zeigt sich die Route bis Twyfelfontein als wenig attraktiv mit verbesserungswürdingen Strassenabschnitten. Ein guter Beobachter findet aber in jeder Vegetation ein paar Tiere.
Klippschliefer
Der Klippschliefer ist im gesamten südlichen Afrika verbreitet und einer der nächsten Verwandten des Afrikanischen Elefanten.
Die Quelle Twyfelfontien erhielt ihren Namen aufgrund ihrer Unregelmässigkeit Wasser zu spenden. Trotzdem liess sich in den 40er Jahren ein Deutscher mit jüdischen Wurzeln dort nieder und kaufte das umliegende Land für seine Farm. Kurze Zeit später wurden die historischen Felsmalereien der Buschmänner in besagtem Gebiet entdeckt. Der Farmer musste sein Grundstück dem Staat wieder verkaufen und zog weiter.
Die Gravuren stellen eine Überlieferung der frühen Kulturen in Namibia über mehrere Jahrtausende dar. So haben Forscher das Alter der Zeichnungen auf 2000 - 6000 Jahre datiert.
Die Buschmänner brauchten die Malereien für vielerlei Zwecke. Sie zeigten den Jägern, wo es welches Wild gab und wo eine Wasserquelle existierte. Die obige Abbildung legt zudem nahe, dass auch schamanische Riten üblich gewesen sein mussten.
Weibliche Namibische Fels-Agame
Fels-Agamen lieben die warmen, rötlichen Steine rund um Twyfelfontein. Das Männchen dieser Art ist deutlich grösser, besitzt eine dunkelblau-violette Rückenpartie und einen orangen Kopf und Schwanz.
Logiert haben wir übrigens in der Twyfelfontein Country Lodge. Die Unterkunft liegt zwar wunderschön, beim Essen macht sich jedoch das Syndrom des Massentourismus bemerkbar. Leider gibt es in dieser Region keine wirklichen Alternativen.
Nachtrag Übernachtung in Swakopmund: Swakopmund Guesthouse (sehr zu empfehlen!).

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen