Donnerstag, 13. August 2015

Tag 5: Wasser, Schwefel und Mücken

Nein, dies sind keine Zutaten für eine Hexenrezeptur, sondern Dinge, die wir heute im Myvatn-Gebiet angetroffen haben - Wasser in der Gestalt von Wasserfällen, allen voran der Godafoss und der Dettifoss.

Der Fall der Götter wird so genannt, weil im Jahre 1000 n. Chr. das Allthing beschlossen hatte das Christentum als offizielle Religion anzunehmen. Daraufhin warfen die christianisierten Wikinger ihre alten Götterstatuen den Katarakt hinunter. Die verbannten Götter und der Glaube um sie leben trotzdem in vielen Erzählungen bis in unsere Tage weiter.  

Godafoss
Der Dettifoss hingegen ist Europas mächtigster Wasserfall, was das beförderte Volumen betrifft. Über 220 Tonnen des kühlen Nass stürzen pro Sekunde über die Kaskade. 
Dettifoss

Der Myvatn oder auf Deutsch Mückensee beheimatet diverse Vogelarten und logischerweise, wie es sein Name bereits kundtut, eine unüberschaubare Zahl an Plagegeistern. Die winzigen Viecher sind zwar lästig, saugen aber zum Glück kein menschliches Blut. Viele der geschossenen Fotos der Gegend entschädigen sowieso meist die unangenehmen Umstände. 
Myvatn

Ein weiterer Höhepunkt dieser Region offenbart sich mit Bestimmtheit im Myvatn Naturbad. Hellblau schimmert das 36°C warme Wasser den Badenden entgegen. Das Thermalbad wurde erst im Jahre 2004 errichtet und ist das kleine Pendant der Blauen Lagune.
Myvatn Naturbad

Zwei weitere Sehenswürdigkeiten gilt es noch zu erwähnen:
Zum einen hätten wir hier Dimmuborgir - nicht die Band - sondern die echten dunklen Burgen: Gesteinsformationen aus erstarrter Lava. Gemäss der Mythologie hausen Elfen und Trolle an diesem düsteren Ort. 
Zum anderen Hverarönd (auch Hverir): ein Feld voller heissen Quellen. Eine Vielzahl kochender Schlammtöpfe sowie Solfataren schwängern die Luft mit dem Geruch von faulen Eiern.
Schlammtopf in Hverir
 
Erkenntnis des Tages: Nirgends stinkt es schöner ;-)

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