Freitag, 14. August 2015

Tag 6: Die Riesen des Meeres

Abgesehen von Húsavik und der dortigen Walbeobachtungstour kann ich euch heute nicht viel berichten. Diese Exkursion hatte es aber in sich. So stachen wir bei schönstem Wetter und sommerlichen 12°C auf einem ehemaligen Walfänger in See. Lange sahen wir nichts, ausser ein paar frechen Möwen, die wohl versuchten auf einfachstem Wege an Fressen zu gelangen, und den endlosen blauen Wassermassen. Plötzlich fing uns ein kalter, steifer Wind an, um die Ohren zu peitschen. Ich hatte bereits mehrere Male meine Uhr konsultiert, als der Kapitän eine Walsichtung vermeldete. Der Motor heulte auf und schob das Boot kraftvoll durchs Blau. Einen kurze Augenblick später erreichten wir den Fundort und entdeckten erstmal wieder nichts. Doch Wale sind bekanntlich Säugetiere und müssen ab und an Luft holen. Deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis wir den nächsten Hinweis erhalten würden. Der Wal verriet sich durch seinen Blas und tauchte etwa 100 Meter von uns entfernt auf. Endlich durfte ich mein Teleobjektiv verwenden! Zuerst kam nur die Finne zum Vorschein, aber zum  Schluss zeigte das Tier auch noch seine Schwanzflosse. "Ein Buckelwal!", verkündete unser Guide mit einer gewissen Erleichterung.

Schwanzflosse eines Buckelwals
Anbieterlink: www.gentlegiants.is

Die anschliessende Reise vom Fischerdorf bis nach Egilsstadir an die Ostküste verlief ereignislos. An der 240 Kilometer langen Strecke gibt es nur wenig Sehenswertes. (Abgesehen vom Myvatn und dem Dettifoss, siehe Tag 5)

Erkenntnis des Tages: Auch in Island droht Sonnenbrandgefahr...

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