Montag, 10. August 2015

Tag 2: Entlang der Westküste

Ingolfur Arnarson, ein norwegischer Wikinger, warf im 9. Jahrhundert die Pfosten seines Hochsitzes über das Bord seines Schiffes. Dort, wo die Pfeiler angespült würden, wollte er eine neue Siedlung gründen. Er fand die Hölzer erst nach drei Jahren wieder, an einem Ort, den er wegen des aufsteigenden Dampfes Reykjavik (rauchende Bucht) nannte.  Im Jahre 874 baute Arnarson im heutigen Zentrum der Stadt sein Haus. Er gilt als erster dauerhafter Siedler und Gründervater Islands. 
Wir mussten die Hauptstadt, nach einem äusserst informativen Besuch im Volcano-House und der Harpa (neue Konzerthalle), leider wieder verlassen. 
Decke der Harpa

Auf Ingolfur aber, folgten damals zahlreiche Wikinger, um sich neues Land anzueignen. Die  Zeit der Landnahme begann. 
In der Gegenwart begaben wir uns heute auf die Suche nach den Spuren dieser Epoche und steuerten unseren Suzuki deshalb gen Borgarnes. Ein Abstecher über die Route 47 entlang dem Hvalfördur (Wahlfjord) bringt zwei Vorteile mit sich: 1. Die Landschaft ist eindrucksvoller und 2. kann man einen mautpflichtigen Tunnel umfahren. 

Kleiner Wasserfall im Hvalfördur















In besagtem Dorf (Borgarnes) befindet sich das so genannte Landnahmezentrum, eine Art Museum, welches die wichtigsten Fakten der Besiedlung leicht verständlich, in vielen Einzelsituationen plakativ dargestellt, an die Dame bzw. den Herren bringt. (www.landnam.is) Im Untergeschoss findet der Besucher zusätzlich eine Ausstellung zur Egils Saga, wohl eine der bekanntesten der Isländersagas. Bei beiden Rundgängen unterstützt ein Ipod mit Erklärungen den Zuhörer. 
Mit Informationen gesättigt machten wir uns auf den Weg in Richtung Hotel.

Erkenntnis des Tages: Auch Hunde sind ganz passable Reiseführer.



 

2 Kommentare:

  1. "Auch Hunde sind ganz passable Reiseführer." Wie denn das? :)

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  2. Wir liessen uns die Umgebung vom Empfangspersonal zeigen, welches in Form eines Hundes auftrat. ;-)

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